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Interview mit unserem Haus-Team

Egal, was im Museum geplant wird, seien es Wünsche der Kuratoren für die Ausstellungen, neue Ideen der Kunstvermittlung oder Reparaturen durch die Restauratoren, für all das ist geballte Manpower gefragt. Dafür, und für vieles mehr, gibt es hier im Museum den Hausinspektor Bruno Breuer und seine beiden Mitarbeiter Dennis Gallitzdörfer und Dawid Owsianik. Auch für mich heben sie immer wieder die Haube der REMBRANDTMANIA-Vitrine, damit ich eure Leihgaben dort drapieren kann. Und darum bin ich sehr froh, sonst könnte niemand diese tollen Kuriositäten bestaunen. Ich hatte das Glück, Bruno und Dennis kurz für ein Interview beiseite nehmen zu können. Hier lest ihr ein Interview mit meinen Kollegen, die man eher selten sieht und ohne die es doch nicht funktionieren würde.

I.H.: Vielen Dank, dass ich euch befragen darf! Unsere Leser freuen sich sicher, mit euch einen „Blick hinter die Kulissen“ werfen zu dürfen.

B.B.: Gerne. Allerdings müssen wir gleich wieder weiter. Parallel führen wir den Rückbau der Dauerausstellung zur Kunst des 19. Jahrhunderts aus und kümmern uns um den Aufbau der neuen Grafikausstellung.

D.G.: Gemälde müssen zurück ins Depot oder von dort wieder in die Ausstellung, Vitrinen müssen auf- und abgebaut werden usw. Es gibt viel Arbeit.

B.B.: Und das alles natürlich immer in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Hauses und von außerhalb. Dawid ist auch gerade im Haus unterwegs und kann deswegen nicht hier sein.

I.H. Okay, das klingt nach viel Arbeit – ich fasse mich kurz. Bei fast allen Umbauarbeiten, Hängungen, Umhängungen und Veranstaltungen seid ihr dabei, warum sehen die Besucher euch eigentlich so selten?

B.B.: Ganz einfach: Weil wir in den Museumsräumen immer vor der Öffnung hantieren.

D.G.: Bei größeren Umbauten werden auch schon mal ganze Etagen geschlossen – schon alleine aus Sicherheitsgründen.

B.B.: Für den Aufbau der neuen Grafikausstellung (Wir • Glauben • Kunst. Meisterwerke der Kölner Jesuiten-Sammlung (24. Mai 2019 – 18. August 2019), Anm. I.H.) haben wir zum Beispiel Paravents zur Abschirmung aufgestellt.

D.G.: Und wir sind auch immer schon sehr früh unterwegs: Unser Arbeitstag beginnt um kurz nach fünf …

I.H.: Was haltet ihr von der REMBRANDTMANIA-Vitrine, abgesehen davon, dass sie euch immer wieder Arbeit macht?

B.B.: (lacht) Tatsächlich gefällt sie uns sehr gut. (Dennis nickt zustimmend) Wir haben schon unabhängig von diesem Interview darüber gesprochen und wir sind uns da einig.

D.G.: Es ist eine gute Idee. Die Besucher werden so ganz direkt miteinbezogen.

I.H.: Ihr hantiert teilweise mit sehr wertvollen Kunstwerken. Macht es für euch einen Unterschied, ob ihr einen Kunstdruck oder ein originales Rembrandt-Gemälde aufhängt?

B.B.: Eigentlich nicht. Wir machen unsere Arbeit immer gleich gewissenhaft und sorgfältig. Da machen wir keine Unterschiede.

D.G.: Stimmt. Egal was wir aufhängen oder transportieren, es hat immer einen gewissen Wert, ob es nun der Preis, die Verwendung oder der Erinnerungswert ist.

I.H.: Ihr arbeitet hier mitunter schon sehr lange. Sind die Kunstwerke im Wallraf-Museum gefühlt zu „euren“ Kunstwerken geworden? Habt ihr einen inneren Bezug zu Rembrandts spätem Selbstporträt hier im Museum?

B.B.: Ja. Das ist auf jeden Fall so. Mit der Zeit lernt man die Kunstwerke kennen und weiß genau, wo sich welches Kunstwerk befindet, in welchen Bereich es gehört und wer es gemalt hat.

D.G.: Da baut man automatisch einen gewissen Bezug auf. Man lernt auch immer mehr dazu und gibt das Wissen dann auch gerne weiter.

I.H.: Was gefällt euch an eurer Arbeit am besten?

B.B. und D.G.: (antworten sofort wie aus einem Mund) Die Teamarbeit!

B.B.: Das Umfeld ist gut, wir machen unsere Arbeit auch deswegen sehr gerne. Es fühlt sich wie Familie an.

I.H.: Vielen Dank!

B.B. und D.G.: Danke dir.

Leichte Übung: Dennis und Dawid beim Abnehmen der REMBRANDTMANIA-Vitrinenhaube

Diese Antworten hätten Rembrandt wohl auch gefallen. Schließlich kreiste sein Leben auch immer um die Arbeit, die Familie und die engen Freunde. Wenn ihr noch weitere Fragen an Bruno, Dennis und Dawid habt, meldet euch gerne bei mir (iris.haist@wallraf.museum). Die Antworten findet ihr dann je nachdem in eurem Postfach oder in einem weiteren Blogbeitrag auf dieser Seite.

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